Schlaganfall durch Gefäßverkalkung: Senken Sie Ihr Risiko

Schlaganfall – bedingt durch erhöhtes LDL-Cholesterin?

Die Verbindung zwischen erhöhtem Cholesterin und einem Schlaganfall erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Finden Sie hier Informationen über den direkten Zusammenhang zwischen beiden sowie zu möglichen Ursachen.

Schlaganfall – eine Folge verschlossener Blutgefäße

Sie fragen sich, wo die Verbindung zwischen erhöhten Cholesterinwerten und einem gesteigerten Schlaganfallrisiko liegt? Das ist eine gute Frage, denn ein möglicher Zusammenhang zwischen Blutfettwerten und solch einem Ereignis im Gehirn liegt nicht direkt auf der Hand.
Für einen schlagartig einsetzenden Ausfall von Funktionen im Gehirn sind heute verschiedene Ursachen bekannt. So verursachen zum Beispiel Blutpfropfen (Thromben), die sich etwa bei Vorhofflimmern im Herzen bilden können, einen Verschluss in hirnversorgenden Gefäßen.1 Ein weiterer Ursprung eines Schlaganfalls können auch zu hohe Cholesterinwerte sein. Bis erhöhte Cholesterinwerte letztendlich zu einem Schlaganfall führen, gibt es stets eine Vorgeschichte: Wenn über einen langen Zeitraum zu viel „schlechtes“ LDL-Cholesterin im Körper zirkuliert, kann es sich u. a. mit weißen Blutkörperchen verbinden und in die Wände von Blutgefäßen einlagern. In der Folge können sich die Gefäßwände verdicken und es kann zu Ablagerungen (Plaques) führen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Arterienverkalkung (Atherosklerose).1
Solche Cholesterinablagerungen können sich in allen Arterien des Körpers entwickeln und dort zu Engpässen führen. Allein diese Engpässe können dann bereits ein Ereignis wie einen Schlaganfall nach sich ziehen. Außerdem können abgelöste Teile der Ablagerungen kleinstverzweigte Blutgefäße auch komplett verschließen. Sind Gefäße des Gehirns betroffen, ist häufig ein Schlaganfall die Folge: Umliegende Areale des Gehirns werden nicht mehr mit Blut und damit nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.2,3,4
Wussten Sie schon?
Erhöhtes LDL-Cholesterin kann neben einem möglichen Schlaganfall auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich sein.
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Nach einem ersten Schlaganfall besteht ein erhöhtes Risiko

Wenn Berührungen, Schmerzen und Temperaturen in einzelnen Bereichen einer Körperhälfte nur teilweise oder gar nicht empfunden werden, wenn halbseitig Lähmungserscheinungen vorliegen oder das Sprechen und Verstehen von Sprache verändert ist, können das Anzeichen für einen Schlaganfall sein.1
Sind Sie bereits von einem Schlaganfall betroffen? Damit sind Sie nicht allein, vielmehr gehören Sie einer großen Gruppe von Hochrisikopatienten für ein solches, gefäßbedingtes Folgeereignis an. Das Risiko, dass sich nach einem ersten Schlaganfall auch ein weiterer ereignet, ist um das Zwei- bis Dreifache erhöht.5
Wenn Sie bereits einen Schlaganfall hatten oder Ihr Cholesterinspiegel erblich bedingt zu hoch ist, empfehlen Mediziner in diesem Fall einen LDL-Cholesterinwert von weniger als 70 mg/dl bzw. 1,8 mmol/l. So lässt sich das Risiko für einen weiteren Schlaganfall verringern.2,6
Wissen Sie, wie hoch Ihr LDL-Cholesterinwert ist?
Lassen Sie ihn von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt kontrollieren. Regelmäßige ärztliche Kontrollen, eine aktive Lebensweise sowie eine begleitende medikamentöse Therapie können Sie dabei unterstützen, den angestrebten Cholesterinwert zu erreichen.2,7

Erhöhtes LDL-Cholesterin ist nicht der einzige Auslöser

Als wichtigste Ursache für einen Schlaganfall gilt die Minderdurchblutung in bestimmten Hirnregionen infolge von Blutgerinnseln oder der Arterienverkalkung.1 Erhöhte Cholesterinwerte gehören neben nicht-beeinflussbaren Faktoren wie dem Alter und einer möglichen Vererbung zu den möglichen Risikofaktoren, die einen Schlaganfall begünstigen. Eine falsche Ernährung, Übergewicht, Bluthochdruck sowie Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus sind ebenso dazu zu zählen wie übermäßiger Alkoholgenuss und das Rauchen.1,8
Jeder Schritt zählt!
Sie selbst können eine Menge bewegen, um in Zukunft das Risiko für einen Schlaganfall oder andere Folgeereignisse wie einen Herzinfarkt zu verringern. Wichtige Eckpfeiler sind eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und Sport.
Wir haben für Sie nützliche Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihren Lebensstil positiv verändern können. Mehr erfahren

Lorkowski

Rat vom Experten

Prof. Dr. Stefan Lorkowski, Professor für die Biochemie der Ernährung an der Universität Jena, spricht über die neuesten Erkenntnisse der Forschung und gibt zahlreiche Tipps für eine gesunde Ernährung und einen aktiven Lebensstil.

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Martha Kling, 72

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  1. Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. https://www.schlaganfall-hilfe.de/vorsorge. Abgerufen am 21.06.2018
  2. Catapano AL et al. European Heart Journal 2016; 37:2999-3058
  3. Di Pietro N et al. Physiology and pathophysiology of oxLDL uptake by vascular wall cells in atherosclerosis. Vascul Pharmacol 2016; 84: 1-7
  4. Grundy SM et al. Assessment of Cardiovascular Risk by Use of Multiple-Risk-Factor Assessment Equations. J Am Coll Cardiol 1999;34:1348–59.
  5. Hess CN et al. Differential occurrence, profile, and impact of first recurrent cardiovascular events after an acute coronary syndrome. Am Heart J 2017; 187:194-203. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.ahj.2017.01.016
  6. ESC/EAS Pocket Guidelines. https://leitlinien.dgk.org/files/2017_PLL_Dyslipidaemie_Internet_neu.pdf. Abgerufen am 24.07.2018
  7. Parhofer KG. The treatment of disorders of lipid metabolism. Dtsch Arztebl Int 2016; 113:261-268. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0261
  8. WHO http://www.who.int/cardiovascular_diseases/en/cvd_atlas_03_risk_factors.pdf. Abgerufen am 16.07.2018

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